Arten von Spirulina

Obwohl es mehrere Spirulina Arten gibt, sind deren Wirkungen bei einer Einnahme als Nahrungsergänzung dennoch vergleichbar. Spirulina platensis ist ein wahres Powerpaket für die Gesundheit, zahlreiche heilkräftige Wirkungen werden nicht nur durch die vielen Anwenderinnen und Anwender, sondern auch durch Studien bestätigt. Ein Großteil der Wirkungen geht zurück auf die unspezifische Steigerung der körpereigenen Abwehrkräfte sowie die Unterstützung von Entgiftungsprozessen der Körperzellen.

Daraus ergibt sich unter anderem eine entzündungshemmende Wirkung sowie eine Regulierung des Säure-Basen-Haushaltes. Aufgrund falscher Lebensgewohnheiten mit zu wenig Bewegung, Genussmittel Missbrauch oder Fehlernährung entstehen eine Vielzahl sogenannter Zivilisationskrankheiten. Spirulina, fälschlicherweise auch als Blaualge bezeichnet, ist die ideale Nahrungsergänzung, um die Körperzellen vor schädlichen freien Radikalen zu schützen.

Wie viele Arten von Spirulina gibt es?

Es ist wichtig zu wissen, dass es sich bei Spirulina platensis nicht um Algen, sondern um eine Bakterienart handelt. Allen Arten von Spirulina ist gemeinsam, dass sie einen über einen hohen Chlorophyllgehalt sowie über erhebliche Anteile an hochwertigen pflanzlichen Aminosäuren verfügen. Chlorophyll macht zusammen mit anderen Farbstoffen und den Eiweißbausteinen einen erheblichen Teil der Heilwirkung von Spirulina platensis aus. Spirulina sind ähnlich wie Algen oder Mikroalgen mehrzellige Organismen. Es besteht daher zur Alge ein botanisch- verwandtschaftlicher Bezug, im strengen wissenschaftlichen Sinne ist Spirulina platensis jedoch keine Alge.

Der im Volksmund immer noch oft verwendete Name Blaualge hat seinen Ursprung in bestimmten Arten von Spirulina, welche einen besonders hohen Gehalt an blauschimmernden Farbstoffen, sogenannten Phycocyanen, aufweisen. Auch dass es sich bei Spirulina um Cyanobakterien handelt, deutet darauf hin, dass diese Mikroorganismen in der Lage sind blaue Farbstoffe zu synthetisieren. Im Handel erfolgt der Vertrieb von Spirulina auch heute vielfach immer noch unter der Bezeichnung Mikroalge oder Blaualge. Der korrekte wissenschaftliche Name von Spirulina lautet Arthrospira. Von dieser Bakteriengattung werden bis zu 35 verschiedene Arten unterschieden. Spirulina platensis ist wohl die bekannteste Art, weitere weniger bekannte Arten sind beispielsweise die Spirulina maxima Bernard, die Spirulina major Kutz, die Spirulina subsalsa sowie die Spirulina fusiformis.

Wie unterscheiden sich diese voneinander?

Die einzelnen Spirulina Arten unterscheiden sich vor allem geringfügig, was Farbgebung, Zusammensetzung der Inhaltsstoffe und Wachstumsverhalten angeht. Für die Gesundheit des Menschen betrachtet, haben also fast alle Spirulina Arten eine ähnliche Wirkung. Bis zu 5 bisher entdeckte Spirulina Arten weisen jedoch im Vergleich zu den anderen Arten einen reduzierten Anteil an gesundheitsfördernden Substanzen wie Antioxidantien oder Mineralien auf. Diese Arten der Spirulina lassen sich nur schlecht kultivieren und werden auch nicht zur Gewinnung von Nahrungsergänzungsprodukten verwendet. Bei der Unterscheidung der unterschiedlichen Spirulina Arten machen sich Biologen auch die Tatsache zunutze, dass sich Spirulina, je nach Art, Gestalt und Farbton in Abhängigkeit von pH-Wert und Nährstoffgehalt des Wassers ändert.

Dieses Verhalten war ein maßgeblicher Faktor bei der Klassifizierung der unterschiedlichen Spirulina Arten. Außerdem weisen einige der 35 verschiedenen Spirulina Arten gegenüber den anderen eine vermehrte Widerstandsfähigkeit gegenüber widrigen Außenbedingungen auf. Deshalb sind diese Arten besonders gut für Zuchtzwecke geeignet. Wenn eine schadstofffreie, saubere Wasserzufuhr gewährleistet ist, spricht nichts dagegen, Spirulina für Anbauzwecke zu kultivieren. Im Gegenteil, durch die Möglichkeit, die Wasserqualität permanent zu überwachen, können gezüchtete Spirulina oftmals in hervorragender Bio Qualität angeboten werden. Auch bei einer Zucht als Aquakultur benötigt Spirulina stark alkalisches Wasser mit hohem Salzanteil. Die Verwendung von Spirulina zu Nahrungszwecken ist jedoch keine Erfindung der Neuzeit, denn Völker wie die Azteken in Mexiko oder Kanembu in Afrika wohnten seit alters her an Spirulina haltigen natürlichen Gewässern und nutzten die Mikroalgen als Nahrungsmittel.

Weitere Informationen zu Spirulina platensis

Das mehrzellige Bakterium Spirulina sieht unter dem Lichtmikroskop wendelförmig aus und bildet sogenannte Mikrofilamente. Der Durchmesser von Spirulina Zellen beträgt maximal 5 Micrometer bei einer Höhe von maximal 3 Micrometern. Das Längenwachstum von Spirulina Bakterien ist fadenförmig und direkt mit der Zellteilung verbunden. Auch andere Gattungen von Cyanobakterien bilden diese typischen fadenförmigen Strukturen aus. Das Gedeihen der Biomasse von Spirulina in sogenannten Aquakulturen hängt zum einen ab von der optimalen Wassertemperatur und zum anderen vom Vorhandensein einer ausreichenden Menge Kohlendioxid. Um das Wachstum der Spirulina zu fördern, kann zusätzliches Kohlendioxid aus Druckflaschen direkt in das Wasser geleitet werden.

Unter solch einer Hinzugabe von CO2 beschleunigt sich nicht nur das Wachstum der Spirulina, sondern die Bakterien produzieren auch mehr Sauerstoff. Da Spirulina schon viele Millionen Jahre auf der Erde existiert, nehmen Wissenschaftler an, dass sie einen ganz erheblichen Anteil an der Entstehung der Erdatmosphäre mit ihrem hohen Sauerstoffgehalt hat. Um als Nahrungsergänzungsmittel verarbeitet zu werden, müssen die Spirulina nach der Ernte schonend getrocknet werden. Bei entsprechend guten Wachstumsbedingungen ist die Kultur und somit auch die Ernte der Spirulina das ganze Jahr über möglich. Die Trockenmasse enthält bis zu 60 % pflanzliches Protein, 20 % Kohlenhydrate, etwa 4 % Fett mit vorwiegend ungesättigten Fettsäuren sowie fast 6 % verschiedene Mineralstoffe. Besonders hoch sind die Konzentrationen an Magnesium, Eisen und Calcium.

Fazit: Spirulina passt sich an die Gewässer an

Spirulina ist ein wahrer Überlebenskünstler und hat sich über die Jahrmillionen der Evolution stets auch an widrigste Umweltbedingungen angepasst, um zu überleben. Diese Adaptionsfähigkeit ist bei einigen Spirulina Arten besonders stark ausgeprägt. So überleben die meisten Spirulina Arten auch problemlos in stark alkalischen Salzseen, in denen andere tierische oder pflanzliche Spezies nicht überleben könnten.

Spirulina Presslinge

Spirulina darf auch nicht mit Chlorella verwechselt werden, denn bei Chlorella handelt es sich im botanischen Sinne um echte Algen, bei Spirulina aber um Cyanobakterien. Spirulina ist im Vergleich zu Chlorella auch wesentlich reicher an Vitaminen und Mineralstoffen und die in Spirulina enthaltenen Vitalstoffe sind insgesamt auch besser bioverfügbar, sie können also leichter vom menschlichen Verdauungssystem in den Blutkreislauf aufgenommen werden.

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